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Wer soll das alles essen?

Die Problematik

Es gibt drei Arten von Menschen. Die einen, die die Küche generell eher meiden und lieber den Lieferdienst anrufen; die, die es lieben zu kochen und dabei allerhand ausprobieren, um die perfekte Gemüse-Quiche zu erschaffen und die, die Kuchenbacken dem Auflaufüberbacken jederzeit vorziehen würden; die jedes neu entdeckte Cupcake-Rezept am liebsten sofort ausprobieren würden und sich dabei ständig fragen: “Wer soll das alles essen?”

Denn leidenschaftliche Bäcker haben ein Problem: Fast jeder isst jeden Tag eine Hauptmahlzeit, aber kaum einer möchte jeden Tag Kuchen, Torten oder Cupcakes essen. Also muss man sich  genau überlegen, wann und vor allem für welche Esser man das neue Cupcake-Rezept ausprobiert. Eine schöne große Alice-im-Wunderland-Torte mit Schokoverzierungen und fruchtiger Frischkäsecreme, die man nur macht, weil man mal diesen Xucker ausprobieren möchte, macht Spaß zu planen, backen und dekorieren! Aber dann muss man erstmal in der Familien-WhatsApp-Gruppe rumfragen und anschließend in der ganzen Stadt rumkurven, damit man die Reste der leckeren Torte nicht wegwerfen muss. Und sind wir mal ehrlich: Weder alleine noch zu Zweit sollte man eine ganze Torte essen…

Die Lösung

Ich persönlich mache es inzwischen so:

  • Ich bin die erste, die anbietet Kuchen mitzubringen, wenn sie eingeladen wird.
  • Wenn ich mich mit Freunden verabrede, bringe ich immer etwas mit, – vorausgesetzt, wir verabreden uns bei jemandem zu Hause.
  • Einmal die Woche gehe ich zu meinen Eltern zum Mittagessen und sie freuen sie sich, wenn ich Nachtisch mitbringe.
  • Und wenn alle Stricke reißen, warte ich mit dem Ausprobieren bis zum Wochenende und lade mich dann einfach bei irgendeinem Familienmitglied zum Kaffee ein.

Es gibt immer einen Grund zum Backen. Und der positive Nebeneffekt: Man verbringt mehr Zeit mit Menschen die einem wichtig sind, wenn man seine Kreationen teilen muss.